Bedeutung des Tourismus in der Mongolei
Tourismus ist eine Branche, die in letzten Jahrhunderten rasch entwickelt hat. Menschheit hat verstanden, dass es noch andere Welten gibt. Einstellung, nur ihre eigene Kultur zu schätzen und die anderen zu verachten, hat sich verändert. Man fing an zu reisen, um Weltwunder zu besichtigen. Sprunghafte Entwicklung der Technik und wissenschaftliche Erfindungen im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichten Menschen Reisen rund um den Globus in kürzer Zeit. Das Jahralter der Industrialisierung verblühten sich und finanzielle Möglichkeit der Menschen, besonders die in Europa stiegen allmählich.
Alle Voraussetzungen für das Reisen waren somit erfüllt. Aber diese Tendenz hat unser Land wegen der unterschiedlichen politischen Bedingungen und rückständigen Entwicklung etwas später erreicht. Es gibt mehrere Länder, deren überwiegenter Teil des Staatbudgets allein vom Gewinn der Tourismusbranche besteht.
Dieses und das letze Jahr hat die mongolische Regierung als Tourismusjahr verkündet, um Tourismus im Lande zu fördern. Wir haben unberührte Natur, Tradition, eigenartige Kultur, die Touristen anziehen. Tourismus kann deswegen uns eine wichtige Einnahmequelle sein. Das ist eine viel versprechende Branche. Es fehlt nur eine Entwicklungspolitik. Denn wir dürfen nicht Fehler wiederholen, die die anderen Länder wegen Gewinns begangen haben. Sie haben ihre Umwelt für immer zerstört.
Meine eigene Meinung ist, dass man nie das Tourismus als Haupteinnahmequelle betrachten darf oder zumindest mit dem jetzigen Hauptangeboten, nämlich Landschaft. Es soll nur eine Stütze für uns sein. Denn je mehr Zeit vergeht, wird Tradition, Sitten, Bräuche und unberührte Landschaft immer rarer. Sie müssen unser nationale Stolz, Eigentum sein. Und die müssen wir behalten und schützen nicht als „Lockvögel“ verwenden. Oder wir müssen andere Sehenswürdigkeiten schöpfen.. Es fehlt nur neue Ideen und kreative Arbeit.
Es kann sich etwas egoistisch oder patriotisch anhören. Aber ich liebe mein Land jeden Stein von dem und ich möchte auch, dass es für die anderen so wertvoll, wie für mich ist.
Bedeutung der Pressefreiheit in der Mongolei
Es ist nur über zehn Jahre her, dass unser Land als demokratisch bezeichnet wird. Trotzdem ist das Ende der Übergangsphase vom alten in die neue Struktur bereits offiziell mitgeteilt worden.
Eine der wichtigsten drei Kontrollinstanzen eines demokratischen Regimes ist die freie Presse. Sie ist eine eigenständige Organisation, das heisst auch ideologisch unabhängig von allem. Idiologische Freiheit schafft Voraussetzungen für Kontrolle über jeden, z.B.: von Parlament, Regierung, Parteien bis auf den Einzelnen. Denn die Presse ist die zwar nicht die einzigste, aber populärste Möglichkeit, sich zu informieren, und eigene Meinug zu äussern. Deswegen ist die Presseheit die Grundlage, womit die Demokratie demokratisch wird.
Besonders die Leute, wie meine Eltern, die auch vor diesem Regime gelebt haben, kann den Unterschied der Presse zwischen heute und gestern deutlich spüren. Vor 90 er Jahren, in sozialistischer Zeit waren Zensur der Presse vom Staat relativ streng, bedingt durch Notwendigkeit, das Volk idiologisch unter Kontrolle zu halten. Mit der Zensur, die der Staat aufgestellt hat, war die Freihet der Menschen automatisch begrenzt. Sie mussten glauben, was in der Zeitung erschien ist. Dies zeigt, wie entscheidend die Rolle der Presse in der Gesellschaft sei.
Heute haben wir endlich gesetzlich selbständige Presse. Nach der politischen Wende sind natürlich zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften mit ihrem ganz neuen Inhalt zu verschiedenen Bereichen entstanden. Es gab viele Schwierigkeiten im Laufe der Entwicklung bis heute. Zum Beispiel man hat zuerst die Rückseite der Freiheit, nämlich Verantwortng nicht immer berücksichtigt. Aber auch heute sind wir erst auf dem halben Wege der Entwicklung. Entwicklung ist ja ein ewiger Prozess. Man sollte nie vergessen, dass das Ziel der Medien an Vermittlung Tatsachen und Wahrheit an Leser liegt. Medien dürfen nicht für Interessen des Einzelnen oder einer Gruppe dienen. Ob wir das geschafft haben, ist äusserst fraglich. Es gibt immer noch Fälle, wo man sich in private Angelegenheiten eines Menschen gewissenlos mischen, sogar dies veröffentlichen und dafür keine Verantwortung trägt oder wiederum mit Geld und Kraft jemanden zwingen, Information, die der Wahrheit nicht entspricht, mit Hilfe der Presse die Öffentlichkeit zu bringen. Solche unannehmbare Handlungen werden erst dann stoppen, wenn es gesetzlich detailliert geregelt wird. Jede Entwicklung ist dann Entwicklung, wenn das besser wird als vorher. Wir blicken nach vorne und dürfen unsere Fehler nicht wiederholen. Ich persönlich schätze die Tendenz auf richtige Richtung.
Odbayar.D. (4-7)
10.02.04
Radiokritik zum Sciencefiction-Hörspiel Der Fisch.
Das Sciencefiction-Hörspiel “Der Fisch” von Lothar Strechlow wurde im Jahre 1972 an ARD veranstalteten Hörspielwettbewerb den ersten Preis gewann.
Diese Geschichte spielt im Jahre 2972 auf unserer Erde. Das Hörspiel besteht hauptsächlich aus einem Dialog zwischen Vertreter der Behörde und dem Geladenen. Neben den beiden Personen spielen zwei Wächter eine kleine Rolle. In diesem Stück handelt es von einem Mann, der im Jahre 2972 einen Fisch gesehen hat. Er will seine Entdeckung den Behörden mitteilen. Er meint, dass es eine Sensation wäre und seine Entdeckung enthält eine grosse Hoffnung, dass es auf der Erde wieder ein natürliches Leben geben kann, dass die Gefängnisse der künstlichen Luftglocken verschwinden und, dass die Menschheit wieder in freier Natur leben kann. Aber der Vertreter der Behörde will das gar nicht wahrnehmen oder akzeptieren, weil es seit 600 Jahren auf unserem Planeten keine atembare Atmosphäre mehr gibt. Seit dem Jahre 2204 lebt der Rest der Menschheit unter hermetisch abgeschlossenen Luftglocken. Seitdem gibt es kein Leben auf der Erde. Ausserdem ist das Leben der Menschen noch nicht so gut organisiert und gesichert gewesen, wie im Jahre 2972. Es gibt weder Krankheiten noch Seuchen, weder Kriege noch Revolutionen, weder Missernten noch Hungersnöte wie in der Vergangenheit. Die Isolierung in Luftglocken, die künstliche Ernährung und das rationelle Verteilungssystem haben alle diese Probleme gelöst. Also derzeitige Menschen leben problemlos und glüklich. Nach einigen Disskussionen wurde dem Geladenen klar, dass die Behörde schon bereits gewusst haben, von dieser Fischexistenz, aber sie wollen es gar nicht zulassen, dass die Menschen wieder wie früher leben können. Für die Behörde war die absolute Kontrolle viel einfacher und sie wollten es beibehalten. Deshalb hat die Behörde den Geladenen einfach hingerichtet, weil sie ihn als eine Gefahr für die Gesellschaft gesehen hat.
Hier wird eine Zukunftsvision entworfen, d.h. wenn der heutige technische Fortschritt so weiter geht, dann wird unsere Natur völlig zerstört.
Der Fisch steht hier als Symbol für freies natürliches Leben. Der Entdecker des Fisches ist ein Vertreter des gesamten Volkes, das wieder wie früher leben wollen. Der Vertreter der Behörde stellt eine negative Rolle dar, da er alles unter Kontrolle halten will, die alle nicht begrüssen. Die Computer symbolisieren derzeitige leblose Umgebung, also eine Welt, wo es kein Lebewesen ausser Menschen gibt.
Das Hörspiel ist meiner Meinung nach eine zu übertriebene Darstellung, weil es kaum vorzustellen ist. Wir sind ganz fest mit unserer Natur verbunden. Wir sind Produkte von Natur und können nicht ohne sie existieren, und wie wir alle wissen, es gibt keine Natur ohne Lebewesen und ohne atembare Atmosphäre. Aber die Handlung finde ich spannend, weil man sich gut in die Rolle des Gelandenen versetzen kann. Ausserdem ist es ganz nützlich, Gedanken zu machen, was wird passieren, wenn heutige schnelle technische Entwicklung so weiter geht. Dadurch können wir weiteren Fehler vermeiden. Man kann so eine gute Vorwarhnung geben.
Odbayar D. (4-7)
15.02.04
Technik und Fortschritt
Heutzutage bewundern wir immer mehr die Bauwerke des Altertums. Je mehr wir uns für unsere Geschichte interessieren, desto mehr entdecken wir. Ein deutliches Beispiel ist 7 Wunder der Welt vor langer Zeit vor uns gebaut worden. Es ist kaum vorzustellen, dass man damals wo Technik nicht so gut entwickelt war, so schöne Werke gebaut hat. Ausserdem wurden alle bedeutensten Erfindungen im Zeit des Altertums gemacht. Das wissen wir alle und haben in der Schule gelernt. Heute treiben technische und medizinische Fortschritte mit Lichtgeschwindigkeit voran. Hier gibt es sowohl gute, als auch schlechte Sachen, z.B. Computer, Internet, mobile Telefon, Marsforschung etc. In der Medizin gibt es heute kaum Krankheiten, die wir nicht heilen können. Wir wissen alle dass, alle gute Sachen auch ihre Nachteile haben, d.h. wenn was zu viel wird, kommt es zu negativen Wirkung, z.B. zu viele Autos belasten unsere Umwelt, zu viele Technik, die unser Leben leichter machen, wirken negativ auf unsere Gesundheit. In der Medizin werden bei der Medikamentenherstellung zu viele ‘‘Chemie’’ gebraucht und das ist nicht so gut für unseren Körper. Ausserdem führt die Entwicklung der Genforschung zu grossen Streit, weil es so weit gegangen ist, dass man Menschen und Tiere klonen kann. Das ist gegen Naturgesetz. Alle Fortschritte haben unser Leben erleichtert. Insbesondere sind die Kommunikations-und Transporttechnik. Heutyutage, wenn wir irgendwohin auf der Welt gehen wollen, können wir innerhalb weniger Stunden da sein, oder wenn wir mit jemandem in Verbindung setzen wollen, können wir ohne jegliche Schwerigkeiten Kontakt aufnehmen. All das spart uns viel Zeit, die heutzutage immer wertvoller wird. In der letzten Zeit können wir gar nicht mit dem technischen Fortschritt mithalten, es entwickel sich sehr schnell und davor kriegt man Angst, dass wir es nicht mehr kontrollieren können. Viele Denker und Wissenschaftler stellen die Frage, wie weit dieser Fortschritt gehen kann. Je mehr technische Fortschritt sich entwickelt, desto grösser wird die Umweltbelastung unserer Welt. Manche Menschen meinen, dass irgedwann die Maschinen und Roboter gegen die Menschheit kämpfen würden. Ich bin ganz anderer Meinung: Die Roboter und Maschinen können sich nicht gegen den Menschen auflehnen. Aber Partner des Menschen können sie sein. Sie können an dem Kampf, um das Verständnis für Gesetze der Natur teilhaben, um gemeinsam mit dem Menschen zu Lösungen zu kommen, die der Mensch allein nie finden würde. Zum Schluss möchte ich betonen, dass alle Sachen ihre Grenze haben. Man soll nichts übertreiben, sonst wird es zum Verfall führen.
Odbayar D. (4-7)
01.03.04
Zagaan Sar
Eines der traditionellen Feste der Mongolen ist Zagaan Sar. Wenn es auf deutsch wörtlich übersetzen, heisst es ``Weisser Mond``aber wenn das sinngemäss korrekt übersetzen, ist das Neumondfest, weil Zagaan Sar zwischen Mitte Januar und März stattfindet und wird der Termin dieses Festes nach dem Mondkalender bestimmt. Viele Leute nahmen dieses Fest unterschiedlich an, manche nennen es mongolischen Neu Jahres Fest, andere nennen es Frühlingsfest. Es gab sogar die Zeiten, das man Zagaan Sar Fest als Viehzüchter Fest genannt haben. Ausserdem war noch damals verboten. Es waren nicht so shöne Zeiten und darüber will ich nicht viel sagen.
Die Farbe weiss ist ein Symbol der Reinheit und des Glückes. In dieser Festzeit ist alles weiss, überall mit Schnee bedeckt, die menschliche Seele ist auch weiss, weil wir in diesen Tagen vonallem möglichen Sünden fern bleiben.
In der letzten Zeit wird dieses Fest richtig schön gefeiert, weil seit neunzige Jahren unsere Nationalbewusstsein nach langjahrige Unterdrückung wieder hergestellt.
Am letzten Tag des alten Jahres ‘‘Bituun’’ (vergleichbar mit Silvester) wird viel Fleisch und Hammelrücken gekocht, ein Tisch mit allerlei Milchprodukten, wie getrocknetes Quark, Käse usw., dem speziell für dieses Fest gebackenen Kuchen ‘‘Ul boov’’, Süssigkeiten u.ä. gedeckt. Nach Sonnenuntergang versammelt sich die ganze Familie beim Familienältesten und es wird viel gegessen. Auf dieser Weise feiert man Abschied vom alten Jahr. Am Neujahrmorgen ‘‘Schiniin negen’’ steht man früh vor dem Sonnenaufgang auf, zieht sich seine neue Kleidung an, und die Jungeren der Familie machen sich auf dem Weg zu den Älteren. Dort angekommen, begrüssen sie in einer bestimmten Reinfolge z.B. immer die jungeren den älteren. Speziell zu diesem Fest finden Ringkämpfe und Pferderennen statt.
Odbayar D. (4-7)
Demokratie und die Rolle Journalisten in der Demokratie
Seit 1990 geht unser Land durch die Wege der Demokratie. Seitdem wurde uns der Begriff Pressefreihet bekannt. Vor 1990 herrschte in der Mongolei ein Einparteinsystem und damals konnte sich keine über die Pressefreihet sprechen. Heute ist die Pressefreiheit eine der bedeutenste Bestandteil unseren demokratischen Gesellschaft. Internationale Journalisten Organisation (IJO) definiert die Pressefreiheit: Wenn die Journalisten und Redakteure keine Interesse durch wahrheitlichen Informationen die Meinungen wecken, kann das Volk keine richtige entscheidungen bei der Wahl treffen. Internationale Journalisten Organisation duldet keine Manupulation und Lenkungsversuch. Medien ist zwar eine Geschaeft, aber nicht nur das. Journalisten und Redakteure uebernehmen eine Verantwortung gegenueber die Gesellschaft und das Volk. In der Praxis unterscheidet sich das Gemeinte oft vom Gesagten. In der Mongolei ist die Pressefreiheit relativ jung, deshalb gibt es jede Menge Nach- und Vorteile auf ihren Laufbahn. Heutzutage ist die meist gestritene Thema in der Mongolei, ein Wahrheitsgehalt von Zeitungsartikeln. Nach meiner Beobachtung sind die Haelfte von Zeitungsartikeln nicht ganz zur Wahrheit entspricht. D.h. die Journalisten uberprufen nicht genug der Quelle und mangelhaft recherchieren. Das ist eigentlich schade, weil die Informationen eigentlich sehr interessant und aktuell sind. Also weil die Informationen nicht genug recherchiert sind, sie verlieren ihre Werte. Neben die guten Sachen gibt es auch schlechte Sachen wie das Geschwatz. Die Journalisten sollen nicht nur fur das Geld arbeiten. Sie sind verpflichtet fur das Volk nur die Wahrheit sagen und fur die Gesellschaft arbeiten. Zuletzt mochte ich gar nicht meckern. Meiner Meinung nach sind keine Sachen vorkommen.
Odbayar D. (4-7)
Die Bedeutung des Tourismus fur mein Heimatland
Es ist ausserst wichtig fur unsere Land vielseitige Geschafte und Politik zu fuhren. Unsere Land gehort zu Entwicklungslander. Hauptziel fur Entwicklungslander ist die Interesse von andere Industrielander zu wecken. Dadurch kann man viele Investoren locken. Tourismus ist eine der wichtigsten Bereich in der Mongolei, wodurch man viele Freunde und Partner gewinnen kann. Jetzt kommt die Frage womit konnen wir Touristen locken. Es ist selbstverstandlich unsere Natur und Lebensart. Mongolei, das unermeßlich weite Land der unserenen Nomaden. Weit ab von der Hauptstadt durch die zauberhafte Wüste Gobi, durch die beeindruckenden Ausläufer des mächtigen Altai-Gebirges ins sagenumwobene Land des Dschingis Khan. Sanfte Wüsten, endlos weite Steppen, eine Stille, die man förmlich hören kann, ein faszinierendes Spiel von Licht und Lichtreflexionen in reizvollen Großlandschaften, einzigartige Kultur, Religion und Tradition der Nomaden sowie eine unerwartet abwechslungsreiche Fauna und Flora - alles in allem ein ganz sicher unvergessliches Reiseerlebnis im Land des "ewig blauen Himmels". Auf dieser Rundreise abseits des Massentourismus mit Übernachtungen in legendären Jurtencamps und im Zelt begegnet man der unseren Bevölkerung und gewinnen unschätzbare Eindrücke von deren Lebensstil und Traditionen. All dies interessieren die Auslander selbstverstandlich und werden bestimmt kommen. Letztes Jahr war eine Tourismus Jahr in der Mongolei aber es war leider nicht so erfolgreich wie wir geplant haben. Asiatsche Krankheit genannte SARS hat uns leider ins Wege gestanden.
Was uns jetzt wircklich fehlt, ist eine noch umfangreiche und durchorganisierte Projekt von unsere Regierung. Ich bin mir ganz sicher, dass unsere Tourismus sehr bald an ihre hohepunkten ankommen wird.
Odbayar D. 4-7
Bogenschiessen ist ein Nationalsport in der Mongolei
Die beliebtesten Sportarten der mongolen sind seit Jahrhunderten Bogenschiessen, Pferderennen und Ringen. Bogenschiessen ist in der Mongolei eine der drei als männlich geltenden Sportarten des Landes. Neben Ringen und Reiten bildet das Bogenschiessen den Höhepunkt beispielsweise des Nationalfestes Naadam. Auch Frauen mischen dabei sehr erfolgreich mit.
Neben den Profis besuchen heute auch Prominente bis hin zum Präsidenten und sein Premierminister die großen Wettkämpfe. Nicht selten greifen sie selbst zum Bogen und schicken den ein oder anderen Pfeil auf den Weg. Mentales Training, das Freimachen der Seele sowie der Spaß an der Sache sind die Hauptgründe für dieses sportliche Auftreten der Politiker. Nicht nur im Naadamfest nehmen die Bogenschutzer teil. Die mongolischen Bogenschutzer nehmen erfolgreich an Olympischen Spielen teil. Warum hat sich in der Mongolei das Bogenschiessen so entwickelt. Da muss ich kurz in unsere Geschihte reingehen.
Es war einmal… vor langer, langer Zeit, als die Mongolen noch in Familiensippen weit über die Steppe verteilt lebten, da wurde der Bogen als neue mechanische Jagdwaffe in den Jurten erfunden und weiterentwickelt. In dieser Zeit war der Bogen ein reines Jagdgerät bzw. Arbeitswerkzeug, später wurde er eine militärische Waffe, in der letzten Zeit ist es ein reines Sportgerät geworden. Geschützt durch schwere Seidenkleidung war ihre Hauptwaffe der Bogen.Teilweise ritten die „wilden Mongolen" zu zweit auf ihren Pferden. Einer „lenkte", einer schoss zielsicher Pfeil um Pfeil ins Ziel. Auch Spezialbögen kamen zum Einsatz mit sehr kurzem unterem Wurfarm und sehr langem oberen. Dadurch wurden die Reiter beim Schiessen wenig behindert und konnten „aus voller Fahrt" fliegen lassen! Typisch für die Technik der berittenen Bogenschützen ist auch das tiefe Spannen des Pfeils vor der Brust.
Der Bogenschütze hat heute vor allem ein Ziel: Auf dem traditionellen Naadam will er seine Künste mit anderen messen. Gezieltes und hartes Training über das ganze Jahr sind dafür Mindestvoraussetzung. Neben diesem Training nutzen die Mongolen die verschiedensten traditionellen Gebräuche rund um das Bogenschießen, so dass der Sport viel von der ursprünglichen Mongolei hat. Mongolische Bogenschießfeste entwickelten sich in verschiedenen Varianten und Formen. Die älteste Art ist der „Umzug der Pfeile" - Seit dem 13. Jahrhundert ist es dabei nicht wichtig zu treffen, sondern den Pfeil möglichst weit zu schießen… ein Sport für wirklich starke Männer! Bei anderen Veranstaltungen werden Bälle aus Leder an Bäumen aufgehängt und vom Pferd aus im vollen Galopp beschossen. Nur wer alle Bälle trifft, hat hier eine Chance, den Sieg davon zu tragen.Eine andere Art ist „Sarampai-Schießen" – es wird auf an Bäumen befestigten Ziegen- oder Schafhäute geschossen. Die Entfernung beträgt 40 Bogenlängen und jeder Schütze muss mit 20 Pfeilen nacheinander schießen. Ausgewertet wird nach Punkten. Wenn hingegen auf die Abbildung eines Menschen auf einer aus acht Scharfhäuten gefertigten Decke, die in einem Holzrahmen gespannt ist, geschossen wird, so nennt man das „Daisan". Zum Schluss mochte ich noch betonnen, dass Bogenschießen in der Mongolei wirklich Nationalsport und ein Erlebnis auch für Touristen ist. Nicht umsonst zieht es jedes Jahr Tausende zum Naadam in die Mongolei.
Odbayar D. (4-7)