Meine erste Lehrerin
Meine erste Lehrerin heisst Olga Nikolaevna. Sie hat mich von der ersten Klasse bis zur dritten Klasse gelehrt. Sie war meine erste Lehrerin, die mich lesen, schreiben und zählen gelehrt hat. Sie hat bei mir gute Erinnerungen gelassen. Sie war sehr gutherzig und höflich. Ich erinnere mich daran, dass sie sehr sorgfältig war. Als sie die Hefte korrigierte, schrieb sie sehr sauber, leserlich und deutlich. Sie hat die Kinder nie geschlagen. Sie hat interessante Veranstaltungen organisiert, wie z. B. Teetrinken, verschiedene Wettkämpfe usw. Ich bin stolz auf meine erste Lehrerin. Ich vergesse sie nie.
D. Enkhjin
Das Traumhaus
Jeder hat Vorstellungen von seinem Traumhaus. Auch ich habe eine. Mein Traumhaus sieht so aus: Es ist ein zweitstöckiges Haus mit vielen grossen Fenstern und es hat hinten einen Garten mit wunderschönen Blumen, Obstbaümen usw. In der Mitte des Gartens befindet sich ein Schwimmbecken. Wenn jemand in mein Haus reingeht, sieht derjenige links das gemütlich eingerichtete Wohnzimmer und rechts das helle Esszimmer. Im Erdgeschloss findet man ausserdem eine sehr moderne Küche. Oben im ersten Stock ist Kinderzimmer. Das Arbeitszimmer, Gästezimmer, Badezimmer befinden sich im obersten Stock. Die Raüme, in denen ich meine Freizeit verbringe, wie z. B. Fitnesszimmer, Sauna, eine kleine Bar mit Billiardtisch und Tischtennisplatte, lasse ich im Keller einbauen. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann, vielleicht mit 150, solch ein Haus besitzen werde. Und das heisst ...
D. Enkhjin
Wo möchten Sie am liebsten wohnen? Auf dem Land oder in der Stadt?
Wie jeder Jugendliche möchte ich in einer grossen Stadt mit vielen Kinos, Diskos und Einkaufszentren leben. Denn vor allem braucht man in meinem Alter viele Möglichkeiten, sich in seiner Freizeit zu beschäftigen. Ausserdem kann man hier die gewünschte Schule besuchen, später gutbezalhte Arbeitstellen finden. Dagegen ist es auf dem Land ziemlich langweilig. Man muss hart arbeiten wie z. B. Wasser holen, Holz für das Feuer sammeln, sich um die Tiere kümmern, sehr früh aufstehen, um die Kühe zu melken usw. Auch gibt es kein warmes Wasser. Das heisst, man kann nicht so oft duschen. Auf dem Land gibt es manchmal keinen Strom. Das wiederum heisst kein Radio, kein Fernsehen. Man ist völlig ausgeschlossen von der Aussenwelt. Das ist wirklich nicht für mich.
D. Enkhjin
Heimat
Als meine Heimat bezeichne ich das Land, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Es hat sich mit der Zeit Vieles verändert. Wenn ich so an frühere Zeiten denke, kommt mir die Erinnerung an Brüderlichkeit, Freundschaft und Treue im Gedanken. Doch, als die demokratische Revolution im Jahre 1989 kam, hat sich alles sowohl zum Guten, als aber auch zum Schlechten verändert. Heutezutage ist es keinem zu trauen. So was wie Ehre gibt es nicht mehr. Jeder versucht jeden zu tricksen und zu löffen. Es ist ziemlich traurig, sowas zu erleben. Die Jugendlichen von heute werden immer schlechter und denken nur an Schlafen und Feiern. Ihr Wissen werden immer weniger. Jederman versucht ins Ausland abzureisen. Das finde ich Scheisse. Doch, wenn man die Situation in der Mongolei sieht, kann man es einigermassen verstehen.
D. Enkhjin
Reise
Ich habe den Wunsch, einmal eine Weltreise zu machen. Ich kann mir es so richtig vorstellen, wie ich und meine Freunde die Sehenswürdigkeiten sehen. Ich möchte Towerbridge in London besuchen, aus dem Eiffelturm Paris überblicken, auf der Broadway in New York Musikal erleben, eine Reise durch die Geschichte über Ägypten machen. Dann möchte ich mich unter den Palmen in Hawai erholen. Besonders möchte ich nach Hollywood fliegen, um mich mit Filmstars zu treffen und mich mit ihnen fotografieren. Das würde ich gerne machen wollen. Aber ich weiss, dass das unmöglich ist. Deswegen wandere ich durch die wunderschönen Landschaften in der Mongolei.
D. Enkhjin
Mal im Ausland arbeiten - eine tolle Erfahrung
Viele Mongolen möchten im Ausland arbeiten. Viele arbeiten in Duetschland, Korea und den USA. Dafür gibt es, meiner Meinung nach, nur 2 Gründe: Manche tun es, um Geld zu verdienen oder um Sprache zu lernen. Ich habe keine Erfahrung mit dem Arbeiten im Ausland, weil ich nie gearbeitet habe. Die Leute, die im Ausland arbeiten, sind zwischen 18 und 45 Jahre alt. Ich habe gehört, das Leben im Ausland ist sehr schwer. Die Leute sehnen sich sehr nach ihrer Heimat und nach ihren Verwandten. Fast alle haben keine Arbeitserlaubnis. Deshalb fürchten sie, verhaftet zu werden. Nur wenige können die Fremden ansprechen. Die Leute machen schlecht bezahlte Arbeit wie z. B. Putzfrau, Lastträger usw.
D. Enkhjin
Das Aussehen
Nach dem Aussehen kann man unterscheiden, aus welchem Volk, welcher Nation und gesellschaftlicher Schicht der Mensch herkommt. Jeder muss sein Aussehen pflegen. Heinz Kuhlmann ist ein Punk. Nach meiner Meinung ist er ein eigenartiger Typ und sehr gelassen. Ich verstehe, dass er für seinen Unterhalt arbeiten muss. Doch viele Leute können ihn nicht einstellen, weil ihm seine Frisur unbekömmlich ist. Viele sehen Punks als Randalierer. Deshalb ist für Heinz Kuhlmann einfacher eine Arbeit zu finden, wenn er sein Aussehen verändern wird. Aber er kann auch eine Arbeit finden, die seinem Aussehen zugute kommt, z. B. als Diskojockey oder Werbungsschauspieler.
D. Enkhjin
Das will ich werden
Als ich Kind war, wollte ich Ärztin werden. Das ist ein interessanter Beruf. Dieser Beruf ist ganz wichtig. Ich wollte jemandem helfen. Besonders interessierte ich mich sehr für medizinische Instrumente. z. B.: Spritzen, Phönendoskope, Verbandmittel und chirurgische Instrumente. Und somit habe ich mich sehr oft als Ärztin vorgestellt und meine Puppen geheilt. Ich hatte grossen Respekt vor Ärzten in ihren weissen Umhängen und Hüten. Die Ärzte bewundere ich auch heute, weil sie Menschen von ihren Krankheiten und Leiden befreien.
D. Enkhjin
Brief an Himmel
Lieber Herr Himmel,
Wie geht es Ihnen? Ich habe einige Fragen. Warum sind Sie heute sehr traurig? Sie sind traurig und düster. Ihre Stimmung beeinflusst mich. Sie sind sehr gross. Sie können alles machen. Und deshalb habe ich eine Bitte an Sie. Geben Sie uns den Regen, um den Staub nass zu machen und die Luft frisch zu machen.
D. Enkhjin
Ich
Ich habe Abitur in einer allgemeinbildenden Schule gemacht. Ich habe 10-Klassenabschluss. Bis zur 6. Klasse habe ich in russischer Schule Nummer 1. gelernt. Diese Oberschule hatte 8. Klassen. Nach dem Abgang von der 5. Klasse wurde diese Schule geschlossen. Ich setzte meine Schulausbildung in der russischen Schule Nummer 14. fort. Hier habe ich wiederum lediglich 2 Jahre gelernt. Dann besuchte ich die russische Schule Nummer 3 und machte mein Abitur. Die russischen Schulen unterscheiden sich von den mongolischen Schulen. Die Lehrer sind netter. Sie schlagen nie die Kinder. Die Verpflegung in russischer Schule war besser, z. B. das Essen in der Schulmensa war sehr gut. Die Feste waren toll. Meine russischen LehrerInnen konnten die Feste gut organisieren. Ausserdem hatten wir einen Schulbus, der uns zur Schule und nach Hause brachte. Jedoch die russischen MitschülerInnen waren nicht so nett. Sie hatten mir nie gefallen. Sie waren sehr verwöhnt und hatten keinen guten Umgang.
D. Enkhjin
Familienleben in Deutschland
Die Deutschen sind sehr praktische Leute. Sie werden sehr früh selbstständig und verlassen früh ihr Elternhaus. Eine gute Ausbildung zu bekommen ist für sie sehr wichtig, zuerst bestreben sie sich nach einer Hochschulbildung zu bekommen. Dann wollen sie eine gute Arbeitstelle. Danach sparen sie Geld, um eigenes Haus oder eine Wohnung, neues Auto, neue Möbel und andere Güter kaufen zu können. Erst danach wird geheiratet und ein Kind gewünscht. Im Durchschnitt hat eine deutsche Familie 1,5 Kind. Die Familien haben wenig Kinder, weil die Ehepaare wenig Zeit für die Kinder haben. Die Kindergärten sind in Deutschland, in der Regel, sehr teuer und es gibt nicht so viel. Die beiden Eheleute sind meistens berufstätig. Viele wollen eine Karriere aufbauen. In Deutschland ist die Scheidungsrate hoch. Jede 3. Ehe lässt sich scheiden. Meiner Meinung nach, der Hauptgrund dafür ist: Sie denken mehr an die Arbeit und Karriere. Die beiden Ehepaare nehmen gleichberechtigt an der Kindererziehung teil.
D. Enkhjin
Das Klima in der Mongolei
Die Mongolei ist umgeben von Bergen. Deshalb ist das Klima von der Mongolei extrem kontinental. Die niedrigste Temperatur im Winter wurde in Zavchan Aimag registriert
–53º. Die höchste Temperatur wurde im Sommer in Ömnögov Aimag registriert +42º Grad. Die höchste Luftdruckzone befindet sich in der Region von Uvs-nuur. Die klimatischen Bedingungen der Mongolei sind durch Sonnenaktivität sowie Luftströmung beeinflusst. Die Luftströmung zieht sich von Nordwest nach Südost. Ich finde, dass das Klima in der Mongolei nicht günstig ist, weil es im Winter sehr kalt ist, im Sommer und im Frühling sehr staubig sowie durch wenig Niederschläge gekennzeichnet ist.
D. Enkhjin
Technik
Meiner Meinung nach hat die Entwicklung der Technik mehr Vorteile als Nachteile. Die Technik macht unser Leben leichter. Besonders die Kommunikations- und Transporttechnik bringt uns grosse Erleichterungen. Die Technik ist sehr wichtig für die Medizin. Heutzutage werden viele Krankheiten geheilt. Die Technik befreit uns von körperlichen Arbeiten. Kern- und Rüstungstechnologie bringt sehr viele Note. Täglich sterben Millionen Menschen. Viele bleiben als Krüppeln. Ich hoffe, in der Zukunft wird die Technik so entwickeln, dass es keine mehr Nachteile geben werden.
D. Enkhjin
Feste und Feiertage
In der Mongolei gibt es viele Feste, zum Beispiel Naadam, Tsagaan Sar usw. Jetzt werde ich Ihnen über die Feste der Kasachen erzählen. Die Kasachen wohnen in Ölgii. Sie feiern viele verschiedene Feste wie die Halhas. Zum Beispiel wird Nauriz gefeiert. Nauriz ist wie Tsagaan Sar. Am 22.03. jedes Jahres steht man früh Morgen auf und besucht seine Eltern. Dort begrüssen sie einander ganz eigenartig. Man hält die Hände der Eltern. Dann klebt seine Brust zu der Brust der Eltern. Diese Begrüssung bedeutet die Freundschaft der Menschen. An diesem Tag isst man eine Suppe, die heisst Nauriz Köje. Während dieses Festes, Nauriz, geben die Kasachen jedes Jahr ein Konzert. Das Konzert heisst Tamascha. Am 22.03. darf man keinen Alkohol trinken. Das ist verboten. Sie geben kein Geschenk. Das ist auch verboten. Das sind ihre Traditionen.
Weihnachten
Die Sonne scheint hell im blauen Himmel, kleine Wolke ist zu sehen. Überall – auf Bäumen, auf den Bänken, auf den Wegen – liegt Schnee, alles ist weiss. Die Zweige glänzt, denn der Schnee hängt daran wie weisse Blumen. Es ist schön! Ein prächtiges Wetter! Das Jahr ist so gut wie vergangen! Übermorgen ist Weihnachten. In diesem Jahr feiern wir Weihnachten besonders. Denn es kommt ein neues Jahrhundert und ein neues Jahr. Weihnachten ist eigentlich eine Kirchenfeier. Aber die meisten Leute denken nicht an Gott, sie fassen Weihnachten als eine stille Familienfeier. Für die Kinder ist das das wichtigste Fest des Jahres, schon wegen den Geschenken. Wochen vorher laufen mein junger Bruder und meine Schwester mit ihren Wunschzetteln herum und denken immer wieder aus, was sie sich zu Weihnachten wünschen. Vater schmückt immer den Tannenbaum mit farbigen Kerzen, Glaskugeln und Flittergold. Der Jahreswechsel wird in unserer Familie laut und lustig gefeiert. Wir essen und trinken, tanzen und singen. Um 12 Uhr, wenn das alte Jahr zu Ende geht und das kommende Jahr beginnt, füllen wir die Gläser mit Sekt, prosten uns zu und wünschen uns „ein gutes Neuesjahr“. Ein privates Feuerwerk auf der Strasse zu veranstalten, ist auch sehr schön.
Das ist wirklich ein schönstes Fest!
Aufgabe: Sie haben ein Geschenk bekommen und Sie bedanken sich.
Liebe Tuya,
Helzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel sendet Dir Deine Freundin Mönchö. Endlich komme ich wieder einmal zum Schreiben. Ich hatte wirklich keine Zeit, aber sei bitte nicht böse. Erst einmal hast Du recht herzlichen Dank für Deine Briefe. Ich warte immer mit Sehnsucht darauf. Auch für das Päckchen danke ich Dir bestens. Über das Geschenk habe ich mich ganz besonders gefreut. Meine Briefmarkensammlung wächst ständig, ich habe jetzt ganze 200 Stück! Die Marke, die Du mir schenktest, ist älteste. Sie kostet ja teuer. Wenn Du Wünsche hast, so schreibe es bitte, ich möchte sie gerne erfüllen. Auch die Fotografien und die Karten mit schönen Ansichten von Paris haben mir sehr gut gefallen. Bald habe ich die Prüfungen. Vor allem interessieren mich die Prüfungen bei euch. Nun will ich den Brief wirklich beenden.
Viele Grüsse
Deine Mönchö