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Phantasien 1

Wir lernen schreiben ... 

 

Phantasien haben keine Grenzen:

Mongolische Deutschstudierende schreiben über ihre Meinungen ...

 

Ich würde lieber arbeiten, damit...

 

Ich würde lieber arbeiten, damit ich gut leben kann.  Heute studiere ich für meine Zukunft. Das ist meine Hauptsache. Es gibt einen Sinnspruch: „Zuerst musst du für dich arbeiten. Dann musst du für deine Familie arbeiten. Aber am Schluss musst du für deinen Staat arbeiten.“ Dieser Sinnspruch ist sehr richtig. Ich halte fest diesen Sinnspruch ein. Wenn ich heute nicht ausgebildet bin, bringt niemand für mich Verständnis auf. Deshalb bereite ich mich für ein gutes Leben vor.

Zum Beispiel: Ich muss die Uni absolvieren. Dann werde ich irgendeine Stelle finden und arbeiten. Aber danach werde ich viele gute Chancen haben. z.B. Ich  darf heiraten und kann ein schönes Haus und ein neues Auto kaufen. Das ist für mich mein erster Schritt. Natürlich werde ich für meine Familie und Kinder sorgen. Aber am Schluss werde ich für Heimat und Staat irgendwelche guten Dinge tun. Ich hoffe, dass ich es schaffen kann. Deshalb werde ich lieber arbeiten, damit ich mein Hauptziel ernst erreichen kann.

Das sind meine Lebensziele!

Tsch. Munchgerel

Reisen

 

Haben Sie schon einmal eine längere Tour gemacht?

 

Ich habe nicht so längere Tour gemacht. Für mich war die Tour nach Hentii Aimak am längsten. Das hat etwa 12 Stunden gedauert. Der Weg war sehr schlimm. Das Wetter war auch sehr warm. Wir sind zu spät losgefahren. Unterwegs haben wir einmal in einer Gäststätte gegessen. Aber in der Nacht haben wir im Fluss gesteckt. Alle haben den Wagen geschoben. Das Wasser war ziemlich kalt. Endlich waren wir frei. Dann sind wir am Morgen angekommen. Im Zentrum des Aimags war nichts zu sehen. Dort gab es kein Kino, keine Dusche. Dann bin ich auf das Land mit dem Motorrad gefahren. Das war toll. Fast jeden Tag haben wir im Fluss „Cherlen“ geschwommen. Die Bewohner sind sehr stolz auf diesen Fluss. Auf dem Land gab es Trockenheit. Deshalb waren die Tiere mager, und es gab keine Milchprodukte. Dort habe ich Pferderennen gesehen. Als ich dort war, gab es einen sehr starken Sturm. Wegen diesem Sturm sind viele Schafe gestorben. Da habe ich verstanden, wie schwer das Viehzüchterleben ist.

E. Tschanzaldulam

 

Wo würden Sie am liebsten wohnen? In der Stadt oder auf dem Land?

 

Ich habe in meinem Leben zu viele Fehler gemacht. Jetzt wohne ich bei meinen Eltern in dem Stadtzentrum. Aber im Stadtzentrum gibt es wie immer viele Probleme, zu viel Lärm, Probleme mit heissem Wasser und Kreuzungen. Aber es gibt auch viele Möglichkeiten. Zum Beispiel: jeden Tag kann ich Freunde treffen und alles um die Ecke kaufen. Hier ist es natürlich gut. Aber Stadtmensch finde ich mich gar nicht. Ich möchte lieber auf dem Land wohnen. Dort kann man seine Ruhe finden. Manchmal traüme ich von meinem Leben auf dem Land. Dort wünsche ich mir ein schönes Haus mit dem Balkon und mit einem Blumengarten, weil es da keine Industrie und keine Autos gibt. Ich möchte dort mit meinen Freundinnen wohnen.

Leider gibt es dort keine Disko, kein Kino. Aber ich kann mit Freunden tolle Partys machen.

... ach, wie schön, auf dem Land zu wohnen! Frische Kuft, das Meer mit Schwänen, die grünen Pflanzen ... . Ich kann dort bleiben, natürlich, das ist möglich. Aber ich muss hier bleiben und weiter studieren. Das macht mir auch viel Spass!!! Aber lieber möchte ich auf dem Land für immer bleiben.

B. Munchtuschig

                                                                                                                     

Wo möchten Sie wohnen? Auf dem Land oder in der Stadt?

 

Ich bin auf dem Land geboren und dort bin ich gewachsen. Aber ich möchte nicht auf dem Land wohnen. Das Leben auf dem Land ist sehr schlecht. Dort sind manche Leute arm  und haben keine  Ausbildung. Auch die Entwicklung, die Kultur sind auf dem Land sehr sehr schlecht. Auf dem Land gibt es keinen Strom. Die soziale Lage auf dem Land ist sehr schlecht. Deshalb wollen mehrere Leute nicht auf dem Land wohnen. Sie möchten in der Stadt wohnen. Ich auch. In der Stadt ist es schön. Der Markt ist nah zu den Menschen. Wer eine gute Ausbildung machen kann, kann er ein gutes Leben haben. In den letzten Jahren entwickelt sich unsere Stadt. Ich werde in der Zukunft in der Stadt wohnen. Jetzt wohne ich in der Stadt. Das ist meine Meinung.

Tsch. Munchgerel

 

Wo möchten Sie am liebsten wohnen? Auf dem Land oder in der Stadt?

 

Natürlich in der Stadt! Warum denn? Weil auf dem Land der Mongolei die Entwicklung der Ausbildung, der Kultur, der Wissenschaften und der Gesundheit sehr schlecht ist. Ich kann Ihnen erklären. Stellen Sie sich vor, kann ein Hirte studieren, wenn er seine Wirtschaft führen muss? Können die Leute sich selbst entwickeln, wenn es keinen Kulturplatz, zum Beispiel kein Kino gibt? Kann man gesund sein, wenn er sich nicht duschen kann? Diese Gründe sind die Nachteile von dem Land. Vielleicht fragen Sie. Warum lebt man trotzdem auf dem Lande? Die Mongolen haben auf dem Land hunderte Jahre gelebt, ist meine Antwort. Wann haben die Mongolen auf dem Land gelebt? Da war selbst die Welt anders. Da konnte man ohne Kultur, Ausbildung und Wissenschaften leben. Jetzt erreicht die Leistung der Menschheit das Niveau, ohne dass man nicht leben kann. Viele Erneuerungen der Technik und der Wissenschaft braucht man in jedem Schritt seines Lebens. In dieser Zeit ist es sehr schwer, ohne Ausbildung eine gute Arbeit zu finden. Internet, Computer, TV, Mobilphone, Medizin und die Mathematik brauche ich. Das bedeutet, dass ich in der Stadt wohnen muss, um diese Möglichkeiten zu haben. Aber selbstverständlich, wenn ich die Viehzucht habe, dann soll ich auf dem Land wohnen.

Zoomoo

 

Wo würden Sie am liebsten wohnen? In der Stadt oder auf dem Land?

 

Ich würde am liebsten in der Stadt wohnen, weil es in der Stadt sehr leicht und lustig ist. Ich kann alles kaufen, was ich mir wünschte. Ich wünschte mir ein grosses Haus mitten in der Stadt, wo ich einen herrlichen Blick auf die Stadt hätte, wo ich tolle Partys gäbe, von dem aus man nur drei Minuten bis zum Stadtzentrum gehen müsste. Ich fühle mich in der Stadt wohl, als auf dem Land, weil man in  der Stadt interessante Arbeit machen und mit Freunden tolle Partys machen kann. Auf dem Land ist es sehr traurig, aber dort ist sehr schöne Natur, die Luft ist frisch, als in der Stadt, das stimmt. Nur manchmal will ich aufs Land fahren. Ich kann dort aber nicht lange wohnen. Ich lebe gern in einem gewöhnlichen Ort. Das ist besser, als man nicht in seinem Teller wohnt. Ausserdem gibt es in der Stadt viele interessante Plätze, z.B. das Zentralmuseum, Theater, Kino, Disko usw. Auf dem Land findet man das nicht. Das ist schade!

B. Zolmon

 

Wo würden Sie am liebsten wohnen? In der Stadt oder auf dem Land?

 

Ich werde lieber in der Stadt wohnen. Sogar, jetzt wohne ich in der Stadt. Ich bin hier in der Stadt geboren und aufgewachsen. Ich habe mich an das Leben der Stadt gewöhnt. Auf dem Land ist es eigentlich auch schön. Besonders, die Menschen sind sehr nett und grosszügig. Sie sind sehr fleissig. Aber dort ist es ein bisschen oder eigentlich sehr  langweilig. Dorrt gibt es keine guten Freizeitangebote. Ich sehe sehr gern fern. Dort kann ich kaum fernsehen. Ich kann nicht tun, was die Menschen auf dem Land machen. Ich habe kaum Ahnung für das Vieh. Die Verkehrsverbingungen sind sehr sehr schlecht und sehr lange mit dem Auto aufs Land zu fahren, ist sehr schwer für mich. Aber ich glaube, wenn ich auf dem Land wohnen würde, dann könnte ich mich gewöhnen und lernen.

Es gibt aber auch sehr viele Nachteile in der Stadt zu wohnen. Es gibt viel Lärm und Gestank. Hier kann ich kaum gesund bleiben. Ständig tut der Kopf weh, man hat Schlafstörungen usw. Hier braucht man Schritt für Schritt Geld. Die Leute sind sehr kalt (aber natürlich nicht alle) und geizig. Ich bin auch so. Aber hier kann man alles hören und wissen, was auf der Welt geschehen ist. Hier kann man alles (fast) kaufen, was man haben möchte, wenn man Geld hat. Aber wenn meine Eltern auf das Land einziehen würden, würde ich auch mit ihnen einziehen, weil ich mir ohne meine Eltern mein Leben nicht vorstellen kann.

E. Tschanzaldulam

 

Was werden die Mongolen wohl  in 20 Jahren in ihrer Freizeit tun?

 

Ich hoffe, dass in 20 Jahren Mongolen viel Freizeit haben, weil im nächsten Jahrhundert die Roboter und die Computer entwickelt werden. Sie werden alle die Arbeit machen. z. B. die Roboter und Computer werden in allen Betrieben arbeiten. Auch sie werden bei der Arbeit helfen. Wenn die Menschen Freizeit haben, können Sie machen, was sie tun wollen. Die Mongolen werden nur zu Hause bleiben und werden ihre Arbeit zu Hause am Computer leiten. Wenn sie zu Hause bleiben, können sie die Zeit mit ihrer Familie, Reise machen, oder am Wochenende werden sie in der Vorstadt einen kleinen Ausflug machen. Manche Menschen werden verschiedene Sportarten treiben. Eigentlich glaube ich, dass der Sport sehr brauchbar für die Gesundheit ist, weil in der Zukunft die Bewegung der Menschen vermindert wird. Menschen werden in einer Fachrichtung studieren, und die Infirmationen werden von dem Internet geholt. Aber das ist nur meine Meinung.

Tsch. Zolmon

 

Was werden die Mongolen wohl in 20 Jahren in ihrer Freizeit tun?

 

Ich denke, dass die Mongolen in 20 Jahren ihre Freizeit im Ausland oder auf den Inseln verbringen werden. Jetzt ist unsere Lebensleistung sehr schlecht. Nur wenige können im Ausland einen Urlaub machen. Aber in 20 Jahren wird alles anders sein, hoffe ich. Die Computer werden sich in der Zukunft viel zu weit entwikeln. Und das macht unsere Arbeit viel zu leichter. Dann möchten wir bestimmt etwas Neues erleben. Die Mongolen haben grosses Interesse ins Ausland zu reisen. Aber in 20 Jahren wird das viel einfacher, denke ich. In 20 Jahren wird die Mongolei ein sehr hoch entwickeltes Land. Dann gibt es keine Aimaks mehr, sondern viele moderne saubere Städte. Viele Touristen möchten dann in die Mongolei fahren. Viele treiben Sport, die sehr gefährlich sind. Die Leute haben zu viel Zeit, deshalb werden viele, die sehr neugierig und dumm sind, rauchen Opium. Aber wie wird die Natur dann? Das weiss neimand. Dann werden sich die Wissenschaften sehr hoch entwickeln. Dann hätten die Menschen fast keine Krankheit mehr. Auch könnte man vielleicht AIDS heilen. In 20 Jahren werden die Compputergames nicht interessant sein. Dann wird es viele neue Spiele und Sportarten geben.

E. Tschanzaldulam

 

Wenn Sie sich leisten könnten, was werden Sie sich als nächstes kaufen? Warum?

 

Wenn ich es mir leisten könnte, werde ich ein schönes Auto kaufen. Die meisten Männer möchten es auch, wie ich, sie wünschen sich immer ein schönes Auto zu leisten. Ich auch. Aber stellen Sie sich vor, wenn ich ein schönes Auto hätte!! Ach ja, wunderbar!? Ich werde ein neues Auto mit roter Farbe haben und fahre zur Uni. Alle Studenten werden sich sehr wundern. Besonders, die Mädchen. Sie möchten nur mich kennenlernen. Aber die jungen Männer werden mich sehr beneiden! Na ja! Ich schwimme fast in meinen Gedanken! Aber leider ist das heute nur ein Wunsch und ein Traum! Aber ich will meinen Wunsch erfüllen.

Tsch. Munchgerel

 

Die Schöne und das Biest

 

Es war ein Mann. Er hatte drei Töchter. Der Mann hat seine jüngste Tochter sehr geliebt, weil sie klug war. Die beiden Töchter waren sehr habgierig. Der Mann hat in der Tinte gesessen und hatte seinen Besitz verloren.

Die beiden Töchter haben keine Lust, dem Vater zu helfen. Sie haben ihren Vater nicht verstanden. Die Frau des Mannes ist vor vielen Jahren gestorben. Er hatte eine wunderschöne Brosche, die seine Frau geschenkt hat. Er fuhr in die Stadt, um seine Brosche zu verkaufen. Aber er konnte sie nicht verkaufen. Auf seiner Reise hat ein Raüber seine Brosche geräubt und er wurde schwer verletzt. Zum Glück hat er ein wunderschönes Schloss gefunden. Dort hat ihn eine Frau gepflegt. Er ist wieder gesund geworden. Er wollte nach Hause gehen. Aber der Mann möchte seiner jüngsten Tochter ein Geschenk mitbringen.

Im Schlossgarten gab es viele schöne Rosen. Er pflückte Rosen. Der Besitzer dieses Schlosses war ein Biest. Das Biest ist böse und hatte hässliches Gesicht. Der Mann versprach dem Biest, dass er ihm seine jüngste Tochter geben wird. Bald ist die jüngste Tochter zum Schloss gekommen. Zuerst fürchtete sie sich vor dem Biest. Dann gewöhnte sie sich an das Leben des Schlosses. Dieses Biest hat die schöne Tochter geliebt. Das Biest hatte nur eine Möglichkeit, sich zu ändern. Das war seine Braut. Endlich ist das Biest ein schöner König.

Narantungalag

WS 2000

 

Die Schöne und das Biest

 

Es war einmal ein Goldschmied, der drei Töchter hatte. Die jüngste Tochter war schön und gutherzig. Und weil sie so wunderschön war, nannte man sie „Beauty“. Aber die anderen beiden waren sehr habgierig. Eines Tages fuhr der Goldschmied in die Stadt, um den Schmuck zu verkaufen. Auf seiner Reise begegnete ihm der Raüber und er fiel in Ohnmacht. Als er aufwachte, war er in einem Schloss. Das Schloss war so schön und ziemlich gross, hatte einen grossen Garten, in dem die schönsten Rosen gewachsen waren. Er wollte wenigstens seiner jüngsten Tochter „Beauty“ eine Rose als Geschenk mitbringen. Als er eine Rose nahm, kam plötzlich ein Biest zu ihm und fasste ihn. Das Biest war so hässlich und grausam. Es sagte, dass „Beauty“ für seinen Vater kommen sollte.

Zuerst hatte „Beauty“ grosse Angst vor dem Biest. Dann waren sie befreundet. Das Biest und „Beauty“ spielten zusammen Klavier und gingen jeden Tag durch den schönen Garten spazieren. Die Zeit ging viel zu schnell. Einmal war „Beauty“ sehr traurig, sie vermisste sehr ihren Vater und die Schwester. Das Biest liess sie heimgehen, aber sie sollte schnell zurückkommen ...

Als sie zurück zum Schloss kam, waren die Rosen verwelkt und das Biest war auch fast tot. Die Tränen von „Beauty“ fielen auf das Biest und plötzich ist es ein schöner Prinz geworden. Und sie verliebten sich, lebten zusammen bis zum Ende ihres Lebens.

Byambasuren

WS 2000

 

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